Geschichte Mitteldeutschlands: Elisabeth von Rochlitz – Agentin der Reformation

Filmtyp: Dokumentation
Genre: Dokudrama
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2017
Dauer: 45min
Regie: Gabriele Rose
Cast: Anja Schneider, Loris Kubeng
Jahr der Beschreibung: 2017
Produktion: MDR
Beschreibung: Nicht bekannt!
AD-Einsprache: Nicht bekannt!
Medien: Fernsehen
Inhaltsangabe: Unerschrocken kämpfte sie für den lutherischen Glauben, hatte nur vor Gott Angst und baute schließlich als erste Frau in Sachsen einen eigenen Nachrichtendienst samt Agentenring auf: Elisabeth von Rochlitz – eine der herausragendsten Frauen der Reformationszeit. Im Februar 1546 stirbt Martin Luther. Nur wenige Monate nach seinem Tode ist die Lage der Protestanten im Deutschen Reich so gefährdet wie nie zuvor. Der katholische Kaiser will die Glaubenseinheit im Reich wiederherstellen und so kommt es bereits Mitte des Jahres 1546 zum Krieg. Gegen den Kaiser haben sich einige protestantische Landesherren und Reichsstädte seit 1531 im sogenannten Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen – einzige Frau dabei ist Elisabeth von Rochlitz. Als überzeugte Protestantin kämpft sie - nicht nur gegen den Kaiser, sondern auch gegen ihren eigenen Landesherren, ihren Neffen Moritz von Sachsen. Denn der ist zwar Protestant, aber kämpft auf Seiten des Kaisers. Deswegen entschließt sich Elisabeth zu einem riskanten Schritt: Sie wird geheime Agentin des neuen Glaubens. Auch wenn sie damit ihren Neffen hintergehen muss. So baut sie ihren Witwensitz, das Schloss Rochlitz, zur Zentrale eines Agentenringes aus und entwickelt sogar eine Geheimschrift, um ihren verbündeten Fürsten die Truppenbewegungen der Feinde mitzuteilen. Ein riskantes Unterfangen. Immerhin betreibt sie Hochverrat und das kann sie nicht nur ihre Besitztümer kosten. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen passiert das, was Elisabeth mit allen Mitteln versucht hat, zu verhindern: Moritz erfährt von ihren Geheimaktionen gegen ihn. Ihr Wohnsitz Rochlitz wird nun direkt zum Kriegsschauplatz: Kaiserliche Truppen nehmen im März 1547 die Stadt ein und belagern das Schloss. Zwar gelingt es ihr mit Hilfe Verbündeter zu fliehen, Schloss Rochlitz, in dem sie sich persönliche Freiheit und politische Bedeutung erschaffen konnte, wird sie nie wiedersehen. Denn Moritz von Sachsen bezeichnet sie als Hochverräterin und lässt ihren Witwensitz beschlagnahmen. Heute ist Elisabeth von Rochlitz beinahe vergessen. Doch ca. 2.000 Briefe, die sie verfasst hat, sind erhalten geblieben, einige sogar in der Geheimschrift, die sie selbst entwickelt hat. Mit Hilfe dieser Briefe lässt sich ihre Geschichte um Liebe, Verrat und den Kampf um den Glauben rekonstruieren.