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Unser Land in den 90ern: Countdown ins neue Jahrtausend – 1999

Filmtyp: Serie
Genre: Magazin
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2019
Dauer: 44min
Regie: Carolin Wagner
Schauspieler:
Jahr der Beschreibung: 2019
Produktion: WDR
Beschreiberteam: Nicht bekannt
Sprecher : Nicht bekannt
Medien : TV
Bezugsquelle:
Inhaltsangabe: Das Jahr 1999 brachte einen Film in die Kinos, der zum Kult wurde, einen weltmeisterlichen Hammer-Wurf, Jagd auf niedliche Moorhühner - und die Panik vor einem Jahrtausendfehler.

Die zweistellige Jahreszahl, die viele Computer in Industrie und Verwaltung nutzen, sorgte für eine kleine Panik. Die Angst war: Folgt nach der 99 die Doppelnull für das Jahr 2000, würde das vom Computer als 1900 gedeutet werden. Rechnernetze sollten infolgedessen so zusammenbrechen. Davon wären auch die Städte in NRW betroffen gewesen.

Doch noch liefen die PCs, und auf ihnen wurde vor allem eines: gedaddelt! Die Jagd auf das Moorhuhn eroberte Büros im ganzen Land. Die Erfinder des Spiels saßen in Wattenscheid. Aufgrund ihres tierischen Erfolgs setzte eine Art Höhenrausch ein: Sie gingen an die Börse und spielten dort das ganz große Spiel. Aber dann kam heraus: die Bilanzen waren gefälscht. Das Moorhuhn hatte sich selbst abgeschossen.

Ein todsicheres Ding zu drehen, darum ging es auch in Unna. Die Stadt im östlichen Ruhrgebiet wurde Schauplatz des Kino-Hits "Bang Boom Bang" von Regisseur Peter Thorwarth. Die Story: Trottelige Gelegenheitsgauner wollen ein todsicheres Ding drehen. Das geht - natürlich - schief. Die Idee dazu hatte Thorwarth durch die Geschichten aus dem Kleinkriminellenmilieu, die ihm sein Vater erzählte. Der war Kriminalkommissar in Dortmund. "Bang Boom Bang" war Thorwarths erster großer Kinofilm – und einer der erfolgreichsten Filme des Jahres 1999.

Dass es bei ihm auch der erste Wurf war, war Hammerwerfer Karsten Kobs bis zum Abschluss des WM-Wettkampfs in Sevilla auch nicht so ganz klar. Mit 80,24 Metern zeigte Kobs seinen Mitstreitern gleich zu Anfang, was an diesem Tag möglich war. Es standen noch vier weitere Wettkampfrunden an. Kobs verzog während der Zeit nicht einmal die Miene.

Dabei erzählte er später, dass er in diesen Momenten eigentlich extrem unsicher und nervös war. Dann das Endergebnis: Keiner konnte diese Weite übertrumpfen. Und Kobs sprang vor Freude über den Weltmeistertitel in den nächsten Wassergraben. Ein unvergessener Moment auch für seine Familie daheim in Dortmund.