Heimatabend Dortmund
Filmtyp: DokumentationGenre: RegionalreportageProduktionsland: DeutschlandProduktionsjahr: 2013Dauer: 45minRegie: Cast: Jahr der Beschreibung: 2014Produktion: WDRBeschreibung: Nicht bekannt!AD-Einsprache: Nicht bekannt!Medien: FernsehenInhaltsangabe: Eine moderne Metropole - Die Älteren sagten: "Guck mal, Dortmund ist kaputt." Man ging davon aus, dass die Stadt nicht wieder aufgebaut würde. Ganz so schlimm, wie Hans-Eberhard Urbaniak es als Kind hörte, kam es dann aber doch nicht, denn so schnell lassen sich die Dortmunder nicht entmutigen. Dortmund gleich Stahl, Kohle und Bier. So stellt sich zumindest das liebgewonnene Klischee der westfälischen Metropole dar. Als die Stadt nach dem Krieg in Schutt und Asche lag oder "platt war", wie man im Ruhrpott sagt, war es aber vor allem die Industrie, die ihr wieder neues Leben einhauchte. Denn trotz der zahlreichen Bombenangriffe bleiben die Hütten und Zechen betriebsbereit. Schon ein Jahr nach Kriegsende zählte Dortmund wieder 460.000 Einwohner, für die es jedoch an Wohnraum fehlte. Sieben Menschen lebten damals durchschnittlich in einer kleinen Wohnung. Dass in Dortmund mehr steckte als ein grauer Industriemoloch, wurde im Laufe der 1950er-Jahre wieder so richtig deutlich. Die große sportliche Tradition der Stadt wurde wiederentdeckt, mit der Fertigstellung der Westfalenhalle kehrte das Sechstagerennen zurück in die Stadt, das sich bereits in den 20er-Jahren als Volksfest etablierte, und bei dem es nicht ausschließlich um den Sport ging. Und: Borussia Dortmund wurde in den Jahren 1956 und 1957 Deutscher Fußballmeister. Das trug erheblich zum neuen Selbstbewusstsein der Stadt und ihrer Bewohner bei. Als Kontrast zu den Hochöfen, den Stahl- und Walzwerken, in denen zeitweise über 40.000 Menschen schufteten, entstand im Schatten der Phönix-Hütte der Westfalenpark, der zur grünen Lunge der Stadt wurde. "Die Kinder gewaschen, gekämmt, mit weißen Kniestrümpfe, weil Sonntag war, und die kleinen Mädchen mit den Lackschühchen", so beschreibt Uta Rotermund die Kleiderordnung für den Ausflug in den Westfalenpark, in dem 1959 auch die Bundesgartenschau stattfand, die den Imagewandel Dortmunds in den nächsten Jahren maßgeblich beeinflusste.

