Geliebtes Leben
Filmtyp: SpielfilmGenre: DramaProduktionsland: Südafrika/DeutschlandProduktionsjahr: 2010Dauer: 100minRegie: Oliver SchmitzCast: Khomotso Manyaka, Lerato Mvelase, Harriet Manamela, Keaobaka Makanyane, Tinah Mnumzana, Aubrey Poolo, Mapaseka Mathebe, Thato Kgaladi, Kgomotso DitshweniJahr der Beschreibung: 2017Produktion: Arte/Omnimargo GmbHBeschreibung: Marit BechtloffAD-Einsprache: Alexander MatekaMedien: FernsehenInhaltsangabe: Chanda wächst in Elandsdoorn auf, einem ländlichen Township in der südafrikanischen Provinz. Als Klassenbeste hat die intelligente Zwölfjährige eigentlich gute Chancen, den bescheidenen Verhältnissen zu entkommen. Mit dem Tod ihrer einjährigen Halbschwester ändert sich jedoch alles. Um den Grund ihres Sterbens ranken sich seltsame Gerüchte. Ihr Stiefvater Jonah, Alkoholiker und Ehebrecher, macht die "vergiftete Milch" seiner Frau verantwortlich. Schon bald lässt er die Familie im Stich. Nun erkrankt auch Chandas Mutter Lillian schwer. Nachbarn und Bekannte, sonst immer hilfreich und zuvorkommend, meiden plötzlich den Kontakt. Eine Heilerin wird hinzugezogen. Sie schickt Lillian zurück in ihr Heimatdorf, wo sie den Grund für ihre Krankheit finden soll. Als längere Zeit keine Nachricht mehr von ihr eintrifft, bricht Chanta auf, um ihre Mutter zu suchen. Sie ist fest entschlossen, gegen die ungeschriebenen Gesetze aufzubegehren und ein tief verwurzeltes Tabu zu brechen. Das mitreißende Jugenddrama nach Allan Strattons preisgekröntem Roman schildert den Umgang mit einer Krankheit, über die in Südafrika vielerorts nicht gesprochen werden darf: Wer HIV-infiziert ist, gilt als unrein und wird verstoßen. Mit beeindruckenden Bildern versetzt "Geliebtes Leben" den Zuschauer in den Mikrokosmos eines ländlichen Townships. Laiendarstellerin Khomotso Manyaka spielt die Zwölfjährige Heldin mit einer Mischung aus Sturheit und verletzlicher Anmut und lässt sie über die Opferrolle hinauswachsen. Der in Kapstadt aufgewachsene Regisseur Oliver Schmitz versteht seinen berührenden, aber nie sentimentalen Film nicht als reines AIDS-Drama. Mit seinem unvoreingenommenen Blick auf die afrikanische Wirklichkeit will er aufzeigen, wie der Teufelskreis aus Scham, Ignoranz und Aberglaube durchbrochen werden kann.

