Geheimnis: Kanzlerbungalow
Filmtyp: DokumentationGenre: GeschichtsportraitProduktionsland: DeutschlandProduktionsjahr: 2013Dauer: 45minRegie: Cast: Jahr der Beschreibung: 2014Produktion: WDRBeschreibung: Nicht bekannt!AD-Einsprache: Nicht bekannt!Medien: FernsehenInhaltsangabe: Ein "Unikum" sei er gewesen. "Einzigartig" sagt Egon Bahr über den schlichten Bungalow, der verborgen zwischen Bäumen im Bonner Regierungsviertel steht. Ein Ort, wo sich die Kanzler von Ludwig Erhardt bis Helmut Kohl zu vertraulichen Gesprächen trafen, abseits von den Augen der Öffentlichkeit. Wo Krisenstäbe tagten und sich Staatsgäste von Breschnew bis Gorbatschow auf dem Sofa niederließen. Das Wohnzimmer der Mächtigen. Hier wurde Politik gemacht, hier hingen Stasi-Spitzel in den Telefonleitungen, hier wurde die Deutsche Einheit vorbereitet: Der Kanzlerbungalow in Bonn. Für die neue vierteilige Reihe haben sich die WDR-Autoren auf eine Spurensuche in die Vergangenheit unseres Landes gemacht - zu geheimnisvollen Orten, an denen Geschichte geschrieben wurde. Sie haben Archive durchforstet, Zeitzeugen befragt und sind dabei auf spektakuläre historische Aufnahmen gestoßen und auf Geschichten, die so noch nie erzählt wurden. Diese Geschichten spielen in der Essener Villa Hügel, rund um die Möhnetalsperre im Sauerland, sie spielen am Nürburgring und eben im Bonner Kanzlerbungalow. Ein Bau, der aufgrund seiner Bescheidenheit von Anfang an die Gemüter spaltete. Was die einen als "Hundehütte" bespöttelten, war für die anderen Ausdruck einer neuen demokratischen Offenheit - ganz anders als die Berliner Prachtbauten der Nationalsozialisten. Als Erhard 1963 zum Kanzler gewählt wurde, stellte sich die Frage nach einer angemessenen Dienstwohnung. Den Architekten wählte Erhardt selber aus: Sep Ruf, der schon sein Privathaus am Tegernsee gebaut hatte. Doch die moderne Schlichtheit und Offenheit, die Erhardt schätzte, kam bei den meisten seiner Nachfolger nicht an: Kiesinger beauftragte eine Innenarchitektin, die das Haus gemütlicher machen sollte - mit schweren Stilmöbeln, Häkeldeckchen und Antiquitäten; Willy Brandt ließ sich ein Attest ausstellen, um nicht einziehen zu müssen.

