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Der Osten – Entdecke wo Du lebst – Wo Sachsens Sonnenkönig regierte – Das Residenzschloss Dresden

Filmtyp: Dokumentation
Genre:
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2019
Dauer: 45min
Regie: Sibylle Muth
Schauspieler:
Jahr der Beschreibung: 2020
Produktion: MDR
Beschreiberteam: Katja Herzke
Sprecher : Florian Eib
Medien : TV
Bezugsquelle:
Inhaltsangabe: Es ist die wohl teuerste Baustelle Sachsens - das Dresdner Schloss. Mehr als 340 Millionen Euro flossen in den aufwendigen Wiederaufbau. Die Gemäuer, in denen seit über 600 Jahren die sächsischen Kurfürsten residierten, wurden im Zweiten Weltkrieg zu fast 85 Prozent zerstört. Zu DDR-Zeiten fehlten bis in die 1980er Jahre Geld, Material und politscher Wille für den Schlossbau. Immerhin begann man 1986 mit der Sicherung der Ruine.

Die Bauarbeiten starteten 1990. Heute zeigt sich der "Sächsische Louvre" wieder in seiner ganzen Pracht und Opulenz. Die verdankt das Schloss nicht zuletzt August dem Starken, der vor 300 Jahren anlässlich der Hochzeit seines Sohnes prunkvolle Paraderäume errichten ließ. Ballsaal, Thronsaal, Schlafgemach - Vorbild dafür war Versailles. Auch heute sind französische Spezialisten für die originale Ausstattung zuständig. "Auf jeden Fall haben wir hier Originalteile, die es in Versailles nicht mehr gibt, das betrifft vor allem das Audienzgemach mit seinen prachtvollen Goldstickereien aus Paris - in den Werkstätten des Sonnenkönigs gefertigt. Und wer das erleben will, wer Versailles zur Zeit des Sonnenkönigs erleben möchte, der muss dann nach Dresden kommen!", schwärmt die Kunsthistorikerin Dr. Sabine Schneider.

Die MDR-Dokumentation zeigt die unglaubliche Wiederauferstehung des Schlosses aus Ruinen, gekrönt vom Wiederaufbau der barocken Prunkräume. Sie erzählt über die restauratorische Feinarbeit an den riesigen Deckengemälden von Louis de Silvestre. Das Kamerateam war dabei, als in Florenz und Genua die teuren Samt- und Goldbahnen für die Wandbehänge der Gemächer entstanden. Alles per Handarbeit auf Webstühlen - wie vor 300 Jahren. Stoffe, die man auch in dem weltweit einzigartigen sechs Meter hohen Paradebett August des Starken wiederfindet. In dem wurde übrigens niemals geschlafen. "Es sind ja königliche Empfangsräume", erklärt Chefrestaurator Hans Walter, "und es ist ein großes Theater gewesen 1719, mit dem August der Starke alle beeindrucken wollte!" (ARD)