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Carl Adolph Riebeck – Der mitteldeutsche Braunkohlebaron

Filmtyp: Dokumentation
Genre: Biographie
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2020
Dauer: 30min
Regie: Peter Grimm
Schauspieler:
Jahr der Beschreibung: 2020
Produktion: nicht bekannt
Beschreiberteam: nicht bekannt
Sprecher : nicht bekannt
Medien : TV
Bezugsquelle:
Inhaltsangabe: Eigentlich könnte er das mitteldeutsche Pendant zum "amerikanischen Traum" verkörpern: Statt vom Tellerwäscher zum Millionär schaffte es Carl Adolph Riebeck vom Bergwerksjungen aus dem Harz zum Großindustriellen in Halle, der im mitteldeutschen Raum bei seinem Tod 15 Kohlebergwerke, 27 Brikettpressen, 31 Schwelereien, drei Mineralölfabriken, 13 Ziegeleien sowie eine Brauerei und eine Hand voll Rittergüter zu vererben hatte.

Dennoch wurde dieser Selfmademan der Gründerzeit kaum angemessen gewürdigt, obwohl er für die Entwicklung des mitteldeutschen Industriereviers eine entscheidende Rolle spielte. Dieser erfolgreiche Unternehmer passte in kein Klischee und ließ sich auch von späterer Geschichtsschreibung nicht so recht von jemandem vereinnahmen.

Aus eigener Kraft arbeitet er sich zum Bergbauinspektor hoch, wegen Beteiligung an der 1848er Revolution sitzt er im Gefängnis und als ihn seine Arbeitgeber wegen seiner niederen Herkunft nicht weiter aufsteigen lassen wollen, macht er sich selbstständig. Mit seinem guten Ruf als Bergbauexperte ist er kreditwürdig genug, um seine erste eigene Kohlegrube zu erschließen. Der Aufstieg zum Braunkohlebaron Mitteldeutschlands hat begonnen.

Der Film sucht nach Spuren in Sachsen-Anhalt und Sachsen, die sich in Museen oder im Stadtbild mancher Wirkungsstätte finden. Auch einige Bergbaulandschaften, Siedlungsbauten und natürlich manche Unternehmen, deren bauliche Hinterlassenschaften bis heute erhalten sind, gehören zu Riebecks fast vergessenem Erbe. (MDR)