10 Sekunden

Filmtyp: Spielfilm
Genre: Drama
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2008
Dauer: 89min
Regie: Nicolai Rohde
Schauspieler: Filip Peeters, Hannah Herzsprung, Marie Bäumer, Anna Loos
Jahr der Beschreibung: 2014
Produktion: ZDF
Beschreiberteam: Rahel Wusterag, Uta Borchert
Sprecher : Uta Maria Torp
Medien : Fernsehen
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Inhaltsangabe: Wie ergeht es den Menschen, die nach einer Katastrophe zurück bleiben? Wie leben sie nach einem Schicksalsschlag, der alles verändert? Welche Wege schlagen sie ein, um sich dem Trauma zu stellen oder ihm zu entgehen? "10 Sekunden" beobachtet auf drei Zeitebenen verschiedene Menschen, die direkt oder indirekt von den Folgen eines Flugzeugunglücks betroffen sind. Vor schwarzem Hintergrund bewegen sich zwei hell leuchtende Punkte aufeinander zu. Zwei Leuchtdioden auf einem Display im Tower. Sie kommen sich gefährlich nahe. Und dann ist es passiert, die zwei Punkte verschmelzen zu einem..., sie verschwinden... Ein kurzer Augenblick der Unachtsamkeit - 10 Sekunden nur - und nichts ist mehr so, wie es war. 83 Menschen sterben bei dieser tragischen Flugzeugkatastrophe. Wie gehen die Hinterbliebenen mit ihrem Leid um? Wer hat das Unglück zu verantworten? Wie lebt man nach einer solchen Katastrophe weiter? Erik Loth hat bei dem Flugzeugunglück seine Frau und das gemeinsame Kind verloren. Seither lebt er in Trauer, in sich gekehrt, hilflos, leer, wütend. Nach Leipzig kommt er, um sich ein Jahr später für den doppelten Verlust zu rächen. Der Schuldige steht für ihn fest: Es ist der Fluglotse Markus Hofer. In Leipzig trifft Erik durch einen Zufall auf die junge Daniela. Mit ihrer spontan-impulsiven, etwas chaotischen Art holt sie ihn ein wenig aus seiner Einsamkeit. Gemeinsam ziehen sie durch die nächtliche Stadt. Für einen kurzen Moment werden Eriks Gedanken nicht allein von Trauer bestimmt. Doch am Tag darauf führt er Daniela zur Absturzstelle des Flugzeuges. Überfordert rennt sie weg. Sie hält es nicht länger aus bei diesem Mann, der einen unglaublichen Verlust in sich trägt. Wieder allein macht sich Erik schließlich auf den Weg zu Markus Hofer. Franziska Hofer kehrt mit ihrem Mann Markus aus dem gemeinsamen Urlaub zurück. Eine Auszeit, die Markus auf andere Gedanken bringen sollte. Wie ein Damoklesschwert schwebt das Flugzeugunglück über ihrer Ehe, erstickt alle anderen Emotionen. Die Beziehung zwischen den Beiden hat sich verändert: Während Markus in Schuldgefühlen versinkt, flüchtet sich Franziska in eine Affäre. Mit Clemens erlebt sie ein wenig vermeintliche Leichtigkeit. Tatsächlich wirkt alles wie eine tickende Zeitbombe: Noch immer steht das endgültige Gerichtsurteil aus, das klären soll ob Markus lediglich eine Teilschuld trägt oder der Hauptverantwortliche für den Tod von 83 Passagieren ist. Die Ehe gerät immer stärker unter Druck. Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Harald Kirchschläger ist Polizist und lebt mit seiner Frau Svenja zusammen. Kirchschläger war am Tag des Flugzeugabsturzes im Einsatz. Er war direkt am Unglücksort. Er war dort wo das Wrack lag und die Bäume brannten, wo Menschen kreuz und quer durch das Dunkel liefen, suchten, schrien, weinten, starben. Einer dieser Menschen, der sich mit dem Taxi vom Flughafen zum Unglücksort fahren ließ, war Erik Loth. Als dieser seine tote Frau im Flugzeugwrack entdeckt, hält ihn Harald davon ab, näher heran zu treten. "Sie können nichts tun" flüstert der Polizist dem verzweifelten Mann ins Ohr und hält ihn fest. Seit dem Unglück wird Harald immer wieder von seinen Erinnerungen heimgesucht. Die Bilder des Dramas hat er stetig vor Augen. Als er erfährt, dass Erik Loth in Leipzig ist, macht er sich auf die Suche. Und plötzlich sieht er ihn überall in den Straßen... Irgendwann, im Laufe des Jahrestages der Flugzeugkatastrophe, klingelt es an der Haustür der Hofers. Franziska bleibt sitzen, Markus öffnet die Tür. Es fallen Schüsse. Franziska hat nichts gesehen, sie hat es nur gehört. Als sie langsam aufsteht und zur Haustür geht, sieht sie ihren Mann tot am Boden liegen. Blut ist an den weißen Wänden. Ein Unbekannter, steht draußen vor dem Hauseingang, die Pistole noch in der Hand. Noch immer auf der Suche nach Erik, fährt Harald einer Intuition folgend zum Haus der Hofers. Hier schließt sich der Kreis. Drei Personen stehen sich gegenüber: die Witwe des Fluglotsen, der Täter und der Polizist. Harald überwältigt Erik mit einem Schuss in die Schulter. Die Szenerie vom Vorjahr wiederholt sich: Wieder stehen sich die beiden Männer gegenüber. Dieses Mal ist es Erik, der sagt: "Sie können nichts tun" ...