Wir die Wand

Filmtyp: Dokumentation
Genre: Gesellschaftsreportage
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2013
Dauer: 90min
Regie:
Cast:
Jahr der Beschreibung: 2013
Produktion: WDR/WPEG
Beschreibung: Hartmut Bick
AD-Einsprache: Nicole Boguth
Medien: Fernsehen
Inhaltsangabe: 90 Minuten, eine Tribüne, 25.000 Fußballfans: Der Dokumentarfilm zeigt, was während eines Heimspiels auf Europas größter Stehplatztribüne im Stadion von Borussia Dortmund abgeht. 25.000 Menschen das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Olpe kommen auf einer einzigen Tribüne zusammen. Für einen Fußballnachmittag werden sie zu einem geschlossenen und zugleich zerbrechlichen sozialen Gefüge. Eine Gemeinschaft, die sich nach dem Abpfiff auflöst, um sich 14 Tage später wieder für ein paar Stunden neu zu bilden. Autor Klaus Martens und sein Team haben elf BVB Fans begleitet: Von dem Zeitpunkt, an dem sie ihren Platz in der 'gelben Wand' einnehmen bis kurz nach dem Schlusspfiff. Entstanden sind filmische Impressionen mit einer ungewöhnlichen Dichte zum Geschehen und der Dramatik auf der Tribüne, wie sie bisher noch nie in einem Fußballstadion gedreht wurden. "WIR DIE WAND" ist eine Art moderner Heimatfilm, der von der Nähe zu seinen Protagonisten und ihren Geschichten lebt: Da ist zum Beispiel die 70 jährige Karin, die vor zehn Jahren Opfer eines Raubüberfalls wurde und erst nach langer Zeit im Rollstuhl wieder auf ihrer 'heiß geliebten Süd' steht. Oder Mathias, der 32 jährige Uni Professor, den seine Studenten nicht wiedererkennen werden, wenn er die rote Karte für einen Gegenspieler fordert. In der Wand steht auch die 21 jährige Prostituierte Anna Kathrin, die im schwarz gelb gestrichenen Bordell arbeitet. 'Bei Heimspielen', sagt sie, 'ist bei uns ohnehin nichts los, weil die potentiellen Freier ja im Stadion sind'. Der 59 jährige Heinz, der als Bergmann in Frührente gehen musste, ist 'der Papa vom Block 81' und vergleicht die Solidarität auf der Südtribüne mit der Kameradschaft unter Tage. Auf dem Vorsängerpodest steht Ultras Mitglied Olli. Mit seinem Megafon hat er es sprichwörtlich in der Hand, wie die Stimmung unter den 25.000 in der Wand ist.