Heimatabend Essen

Filmtyp: Dokumentation
Genre: Regionalreportage
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2013
Dauer: 45min
Regie: Frank Bürgin
Cast:
Jahr der Beschreibung: 2014
Produktion: WDR
Beschreibung: Nicht bekannt!
AD-Einsprache: Nicht bekannt!
Medien: Fernsehen
Inhaltsangabe: "Also mich kriegt keiner hier weg. Also wenn, dann musst du mich schon mit dem Sarg hier wegfahren." Wer so etwas sagt, muss es ernst meinen mit seiner Heimatstadt. Willy Goeken, ehemaliger Kiosk-Besitzer, liebt Essen. Für viele ist es die heimliche Hauptstadt des Ruhrgebiets. Essen ist die zweitgrößte Stadt des Ruhrgebiets und erinnert schon mit ihrer Silhouette an eine große Metropole. Hinter den Fassaden der Essener Hochhäuser verbirgt sich eine Wahrheit, die wenige Außenstehende mit der Ruhrstadt in Verbindung bringen: Essen ist heute Heimat von einigen der umsatzstärksten Wirtschaftsunternehmen in Deutschland. Die Energieriesen E.ON und RWE sind längst aus dem langen Schatten der Kruppdynastie getreten. Der Essener Ballonfahrer Raimund Dreker erinnert sich: "Krupp war das Unternehmen für Essen und umgedreht: Essen war Krupp." Viele Menschen arbeiteten im Krieg in der wichtigsten Rüstungsschmiede des Landes. Und die Gussstahlfabrik wurde so natürlich zu einem der wichtigsten Ziele der britischen Bomber. Die Folge: Bei Kriegsende waren fast 90 Prozent der Essener Innenstadt zerstört. Für die Überlebenden und die Heimkehrer begann das Wegräumen der Trümmer und der Wiederaufbau der Stadt. Und das ging schnell. Schon Anfang der 1960er Jahre entstand in der Innenstadt eine der populärsten Einkaufsmeilen des Ruhrgebietes, die Kettwiger Straße. Essen nannte sich jetzt die Einkaufsstadt. Und schon früh konnten die Menschen hier wieder stolz sein auf ihre Stadt: 1955 wurde Rot-Weiß Essen Deutscher Fußballmeister. Neben Essens Idol Helmut Rahn feierten internationale Filmstars bei großen Premieren in der Lichtburg. Romy Schneider entzückte dort auf dem roten Teppich, während die Beatles in der Grugahalle rockten. Zeitweilig hatte die Stadt mehr als 700.000 Einwohner und war damit die größte Stadt des Ruhrgebietes. Das Bergbauimage ließ sich dennoch nicht ganz abschütteln. Denn viele Essener fanden Arbeit im größten Bergwerk der Region: der Zeche Zollverein.