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Vom Bauen in den Bergen (3/4): Neue Alpine Architektur in Südtirol

Filmtyp: Dokumentation
Genre: Gesellschaftsdoku
Produktionsland: Deutschland/Österreich
Produktionsjahr: 2019
Dauer: 45min
Regie: Frieder Käsmann
Schauspieler:
Jahr der Beschreibung: 2019
Produktion: 3sat
Beschreiberteam: Nicht bekannt
Sprecher : Nicht bekannt
Medien : TV
Bezugsquelle:
Inhaltsangabe: Er sind vor allem touristische Bauten, die in den Alpen bemerkenswert sind. Auch in Südtirol stellt das zeitgemäße Bauen im hochalpinen Bereich eine zentrale Herausforderung dar. Der moderne Neubau einiger Bergsteigerhütten hat für Kontroversen gesorgt. Doch die Vorteile, die nicht zuletzt neue Materialien wie etwa die Dreifachverglasung mit sich bringen, sind nicht von der Hand zu weisen. In Südtirol hat sich eine junge, dynamische Architektenszeneentwickelt: experimentierfreudig, weltoffen und doch stark verwurzelt in der Heimat und ihren baulichen Traditionen. Da ist zum Beispiel Plasma-Studio-Mitbegründerin Ulla Hell. Ihre plastisch ausgeformten Baukörper sind eigenwillig, originell und doch mit der Landschaft verbunden. Sie hat in Südtirol mehrere ganz unterschiedliche Wohnhäuser entworfen, die eins verbindet: ein deutlich erkennbarer Gestaltungswille und die Bereitschaft, sich sensibel mit den Gegebenheiten vor Ort auseinanderzusetzen. Das gilt im Grunde für alle im Film vorgestellten Bauten. Architektenbüros wie bergmeisterwolf, MoDus Architects oder Höller & Klotzner bauen innovativ, aber immer im Dialog mit Tradition und Topografie. Ob sich die Gebäude in die Hänge eingraben, ob sie die Berge spiegeln wie etwa die "Mirror Houses" von Peter Pichler, oder ob sie ihre Form nachahmen wie der Salewa-Firmensitz in Bozen - stets gelingt es den Architekten, ausdrucksstark und doch zurückgenommen zu bauen. Das gilt auch für die vorgestellten Werke der Südtiroler Altmeister Werner Tscholl und Matteo Thun. Energieeffizienz und Autarkie durch hochwertige Dämmung, Solarenergie und Rauchwasserwiederaufbereitung sind Errungenschaften, die auf fast 3000 Metern noch wichtiger sind als im Tal. Trotz einer vitalen Szene einheimischer Baumeister leisten sich auch die Südtiroler importierte Stararchitektur: Auf dem Kronplatz-Gipfel hat Zaha Hadid ein neues Museum für Reinhold Messner gebaut, das 2015 eröffnet wurde. Jenseits von Dirndl-Architektur und Chalet-Kitsch gibt es in den Alpen viele neue aufregende Entwicklungen. In den letzten 20 Jahren haben sich Architekten zwischen Dolomiten und Wettersteinmassiv, zwischen Walliser Alpen und Montblanc auf ihre baukulturellen Wurzeln besonnen und die kraftvolle Ästhetik einer ursprünglichen Bauweise wiederentdeckt, die von funktionaler Schlichtheit geprägt ist und wenig mit den folkloristischen Auswüchsen zwischen Zirbelstubenromantik und Lüftlmalerei zu tun hat. Die Reihe "Vom Bauen in den Bergen" bietet einen Gesamtüberblick über die wichtigsten Neuerungen in verschiedenen Regionen.