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Im Dunkeln sehen – Notizen eines Blinden

Filmtyp: Biographie
Genre: Dokumentation
Produktionsland: Großbritannien/Frankreich
Produktionsjahr: 2015
Dauer: 85min
Regie: Peter Middleton, James Spinney
Schauspieler:
Jahr der Beschreibung: 2016
Produktion: Arte/Timecode Studios Kehl
Beschreiberteam: Marion Hollerung, Sabine Ziehm, Aribert Mog
Sprecher : Marit Bayer
Medien : Fernsehen
Bezugsquelle:
Inhaltsangabe: Im Sommer 1981 verlor der Schriftsteller und Theologieprofessor John Hull das Sehvermögen und begann, seine täglichen Notizen mit einem Diktiergerät aufzuzeichnen. Anhand dieser Aufnahmen schildert der Film drei Jahre voller intensiver Erfahrungen aus dem Leben des Erblindeten: die Hochzeitsreise mit seiner neuen Frau, das Aufwachsen seiner ältesten Tochter, die Geburt zweier weiterer Kinder, neue Methoden des Lesens und Unterrichtens, der Versuch einer Rückkehr zu seinen australischen Wurzeln. John Hull versucht, sich an sein neues Leben anzupassen und es vor allem zu verstehen: "Da wurde mir bewusst, dass ich mich meiner Blindheit stellen musste. Wenn ich sie nicht verstand, würde sie mich überwältigen." Sein Tagebuch ist eine faszinierende Reflexion über Gedächtnis, Bewusstsein und Wahrnehmung. Mit wissenschaftlicher, aber auch poetischer Präzision entfaltet John Hull eine gesichtslose Welt, in der Tag und Nacht eins sind - ein Schattenreich, das nicht nur seine Erinnerungen, sondern sein ganzes Leben zu verschlingen droht. Auf besondere Art und Weise erzählt der Film auch davon, wie man Verluste akzeptiert und noch einmal neu beginnen kann. Die Regisseure durften die Aufzeichnungen exklusiv für ihren Film nutzen. Das Werk gibt einen zugleich sensuellen und intellektuellen Einblick in das ungewöhnliche Leben eines Mannes, der das Sehvermögen verloren hat und nun eine Welt erkundet, die für die Augen unsichtbar ist.