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2005


In schwarz-weiß:  Die Hände einer Person sind ineinandergelegt.
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Aktivitäten im Jahr 2005

Jahresbeginn
Die Münchner Kammerspiele haben am Sonntag, den 13. Februar 2005 Blinde und Sehbehinderte zu einer ganz besonderen Vorstellung von Lessings Stück »Miss Sara Sampson« eingeladen. Zum ersten Mal wurde dort ein Theaterstück für Blinde und Sehbehinderte zugänglich gemacht. Über einen Kopfhörer war der zusätzliche Beschreibungstext zu hören, der Handlung, Bühnenbild, Gestik, Mimik und Kostüme beschreibt. Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung der Sponsoren Rotary - Club - Germering, Blinden- und Sehbehindertenstiftung Bayern, Katholisches Blindenwerk Bayern, Hörfilm e.V. und Münchner Bildungswerk. Mehr Informationen unter: www.hoertheater.info

Am 20. März hielt die Vorsitzende A. Nicolai auf der Leipziger Buchmesse anlässlich der Buchpräsentation »Hörfilm - Bildkompensation durch Sprache« (Hg.Ulla Fix), verlegt durch den Erich Schmidt Verlag, einen Vortrag vor 90 Zuhörern über die Audiodeskription. Das Buch ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der Leipziger Universität im Bereich Sprachwissenschaft unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Ulla Fix.

Mitte des Jahres
Am 18.06.2005 fand im Zeughaus in Augsburg die sogenannte Sehbühne statt. Diese Veranstaltung wurde von der Vereinigung Pro Retina organisiert. Unter anderem stellten Hilfsmittelfirmen ihre Produkte aus, und es wurden Vorträge von Augenärzten gehalten.
Hörfilm e. V. war mit einem Informationsstand vertreten. Die Besucher konnten sich bei Holger Buck, Elmar Dosch und Sascha Schulze, die den Stand betreuten, über den Hörfilm betreffende Dinge informieren. Im Rahmen der Veranstaltung führten Bernd Benecke und Elmar Dosch den Film "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen" vor. Sowohl blinde und sehbehinderte Besucher, als auch ein Augenarzt zeigten großes Interesse am Hörfilm. Einige sehbehinderte Besucher äußerten, wie wichtig ihnen eine bild synchrone Beschreibung sei, da sie so ihren Sehrest nutzen und außerdem die Audiodeskription ohne größere Anstrengung genießen könnten.

Ab 22. Juni ist Hörfilm e.V. im Internet unter www.hoerfilmev.de vertreten.

Herbst
Am 10. Oktober wurde der "2. Husumer Hörfilmtag" im Rahmen der "Woche des Sehens", die bundesweit vom 9. bis zum 15. Oktober begangen wurde, veranstaltet. Gezeigt wurde im Kino-Center Husum um 16 Uhr die Hörfilmpremiere "Der Untergang". Davor konnten sich die Gäste an Info-Ständen über Hilfsmittel beraten lassen. Hörfilm e.V. war durch das Hamburger Autorenteam vertreten, das die Entstehung von Hörfilmen erläuterte und über Sendetermine im Fernsehen informierte. Im Anschluss an den Film standen Olaf Koop und Hela Michalski für Fragen zur Verfügung.

Hörfilm e.V. war bereits das 3. Jahr bei der Hilfsmittelausstellung vom Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin mit einem Informationsstand vertreten. Die Vorsitzende Anke Nicolai gab Auskunft über die Empfangswege für Hörfilme sowie über die Autorentätigkeit. Rund 800 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich umfassend am 14. und 15. Oktober über Hilfsmittel im Blinden- und Sehbehindertenbereich beraten zu lassen.

Akustische Medien im Ostseebad Boltenhagen 27. bis 30. Oktober 2005 "Das Ohr sieht mit! - visuelle Bilder in Wort und Klang.
Mitglieder des Hörfilm e.V., Olaf Koop und Hela Michalski, haben am Eröffnungsabend den Hörfilm "Das Sams" gezeigt. Daran anschließend entwickelte sich bereits eine rege Diskussion mit den 20 sehr interessierten fast ausschließlich blinden Seminar-Teilnehmern. Der nächste Morgen stand dann unter dem Thema: Workshop zur Filmbeschreibung Olaf Koop führte aus, wie detailliert, einfühlsam und dem Genre entsprechend sich ein Filmbeschreiberteam an die Arbeit macht, ein Hörfilmmanuskript zu erstellen. Seine Erläuterungen wurden durch konkrete Nachfragen zu einem konstruktiven Dialog mit dem Zuhörern. Der Abschluss bildete ein Filmausschnitt aus "Vor meiner Zeit", in dem eine schwierige Beschreibung einer Halluzination zur Diskussion gestellt wurde. Die Mitglieder vom Hörfilm e.V. konnten den Seminarteilnehmern einen Eindruck von der diffizilen Problematik der Filmbeschreibung vermitteln.

Jahresende

5 Jahre Hörfilm e.V.
Mit einer festlichen Veranstaltung beging Hörfilm e. V. am 05. November in der Seidl-Villa in München sein fünfjähriges Bestehen. Rund 50 Gäste feierten mit den Autoren und Förderern des Vereins diesen Anlaß. Darunter waren Vertreter vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, vom Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf, die Hörfilm Redakteure von ARTE und BR, die Hörfilmlandesbeauftragten der Bundesländer Schleswig Holstein, Berlin und Bayern, bekannte Sprecher vom BR sowie Tontechniker des Senders. Sie alle genossen ein vielseitiges Programm rund um den Hörfilm, untermalt von bekannten Filmmusiken am Klavier. Als besonderes Highlight präsentierte die Schauspielerin Jeanette Hain erstmalig in der Öffentlichkeit ein Liedprogramm.

Rund 400 Hörfilme, vor allem für den BR, für ARTE, den MDR und den NDR, entstanden in den letzten fünf Jahren durch unsere qualifizierten Beschreiberteams. Mit Theaterprojekten und der Beteiligung an DVD-Produktionen beschritten Vereinsmitglieder Neuland und verhalfen der Audiodeskription auch in diesen Bereichen zum Durchbruch.

Leipziger Sudenten und Professoren lernen Filme zu beschreiben
Am 17. und 18. November nahmen 14 Studierende und 7 Professoren aus dem Studienfach Sprachwissenschaft von der Universität Leipzig an Workshops zur Audiodeskription teil. Anke Nicolai vermittelte theoretisches Grundwissen über die Entstehung von Hörfilmen und die Kunst der Filmbeschreibung. In kleinen Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer eine Hörfilmfassung für die Anfangsszenen des Spielfilms "Hunger auf Leben".

Hörfilm e.V. war zur BIENE AWARD Preisverleihung eingeladen
Am 9. Dezember 2005 wurden 16 barrierefreie Internet-Angebote in fünf Kategorien von einer prominenten Jury ausgezeichnet. Seit drei Jahren prämieren die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten barrierefreien Angebote im Internet mit dem BIENE-Award. BIENE steht für "Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten". Hörfilm e.V. hatte sich mit seiner Website für den Biene Award beworben, aber leider konnten wir uns nicht zum Finale des Wettbewerbs qualifizieren. Nun werden wir unsere Homepage gründlich nach Barrieren überprüfen um es im nächsten Jahr abermals zu probieren.

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