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Zwei Finger fahren über Brailleschrift auf einem Papierbogen.
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Oper mit Live-Audiodeskription im Staatstheater Mainz

In Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Mainz und dem Behindertenbeirat der Stadt Mainz präsentiert Hörfilm e.V. am 8.5.2011, 18 Uhr, eine barrierefreie Vorführung der Oper 'Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg', Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner (Dresdener Fassung), in der Inszenierung von Sandra Leupold.

Es werden eine Live-Audiodeskription für sehgeschädigte Besucher und in Kooperation mit professionellen Gebärdensprachdolmetschern eine Übersetzung in Gebärdensprache für gehörlose Zuschauer angeboten.

Geplant ist außerdem ein Rahmenprogramm mit Angeboten im Theater und in der Stadt Mainz.

Kartenverkauf für den 8.5.
Eintrittskarten sind an der Theaterkasse
am Gutenbergplatz 7 in 55116 Mainz erhältlich.
Telefon 06131 / 2851-222
Fax 06131 / 2851-229
E-Mail: kasse@staatstheater-mainz.de

Servicezeiten: Montag bis Freitag 10--19 Uhr sowie Samstag 10--15 Uhr
Schwerbehinderte ab 80 % GdB erhalten 20 % Ermäßigung auf den Normalpreis, Begleitpersonen haben freien Eintritt. Bitte geben Sie beim Kartenkauf an, ob Sie einen Führhund mitbringen, ob Sie Rollstuhlfahrer/in sind und ob Sie am Rahmenprogramm teilnehmen möchten.


Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg

Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt; Inszenierung: Sandra Leupold; Bühne: Tom Musch; Kostüme: Julia Burde; Dramaturgie: Carsten Jenß Hermann; Landgraf von Thüringen: Hans-Otto Weiß; Tannhäuser: Alexander Spemann; Wolfram von Eschenbach: Patrick Pobeschin; Walther von der Vogelweide: Alexander Kröner; Biterolf: Heikki Kilpeläinen; Eilsabeth, Nichte des Landgrafen: Bettine Kampp; Venus: Patricia Roach; Chor des Staatstheaters Mainz; Philharmonisches Staatsorchester Mainz.

Audiodeskription: Anke Nicolai, Alexander Fichert, Roswitha Röding
(Hörfilm e.V.); Technische Realisierung: Mario Lösel, GPT Audio GmbH; Gebärdensprachdolmetscher: Christian Pflugfelder.
Vorstellungsdauer 4:45 Stunden, zwei Pausen.

Inhaltsangabe:
Vorübergehend bei Venus zu Hause, kämpft sich Tannhäuser durch Anrufung der Jungfrau Maria in eine andere Welt vor, die vielleicht sein Heil bedeuten könnte. Im zauberhaftesten Moment eines neuen Lebens jedoch wird er von ehemaligen Sänger-Kollegen und Freunden aufgegriffen und zu Elisabeth gebracht, die seit seinem Verschwinden um ihr verlorenes Glück trauert. Ihre Begegnung beschwört vorübergehend das Bild einer gelingenden Seelengemeinschaft herauf. Doch Tannhäuser, soll ihm Elisabeth vor den Augen einer christlichen Welt angehören, muss im Sängerkrieg in der Wartburghalle siegen. In die Öffentlichkeit gestellt, flieht er in die Erinnerung an Venus, ignoriert Elisabeth und bringt durch seinen Venus-Appell die Christenheit gegen sich auf. Er wird jedoch nicht getötet, sondern auf Pilgerfahrt zum Papst geschickt. Aber auch der Papst vergibt ihm den Aufenthalt im Reich der Venus nicht. Elisabeth selbst nimmt sich seiner Seele an. Ein Wunder geschieht.

In "Tannhäuser" scheitern mehrere Kulturmodelle: der Traum einer von Göttern bewohnten, hedonistischen Antike und ein rigider christlicher Monotheismus. Auch die Selbstversessenheit des zweifelhaften Helden führt zu nichts. Am Ende blitzt kurz die Utopie eines Menschheitsfrühlings auf, der konfessionelle Grenzen überschreitet: Der Pilgerstab des Papstes ergrünt entgegen der päpstlichen Vorhersage.

Mit dem 'Tannhäuser' gelang Richard Wagner in der Zeit des Vormärz eine frühe, fragmentarische Inventur deutscher Träume und Utopien seit der Französischen Revolution: Kann Kunst als überkonfessionelle Religion die Gesellschaft retten?

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