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Zwei Finger fahren über Brailleschrift auf einem Papierbogen.
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"Oper barrierefrei" – an der Oper Frankfurt

Am Samstag, den 16. April 2011, um 19:00 Uhr präsentiert die Oper Frankfurt in Kooperation mit Hörfilm e.V. eine barrierefreie Vorstellung der Opernproduktion "Die Entführung aus dem Serail" von Wolfgang Amadeus Mozart mit Live-Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Besucher.

Detaillierte Erläuterungen zu Handlungsgeschehen, Bühnenbild, Kostümen und Mimik der Sängerinnen und Sänger in ausgewählten Gesangpausen vermitteln einen ganzheitlichen Eindruck der Opernproduktion. Das sehgeschädigte Publikum empfängt die Zusatzkommentare über Monocliphörer und Audioguides.

Die Audiodeskription wird von dem Berliner Autorenteam von Hörfilm e.V. erarbeitet und live eingesprochen. Die Übertragung erfolgt über das digitale guidePORT-System von Sennheiser, installiert durch GPT Audio GmbH.

Zusätzlich zur Aufführung bietet die Oper Frankfurt für die sehgeschädigten Gäste ein Rahmenprogramm an: eine musikalische Werkeinführung, sowie eine Führung hinter die Kulissen mit Bühnenbegehung und Kostüm- und Maskenpräsentation. Die eigenständige Orientierung im Operngebäude für blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher unterstützt eine Audio-Führung, die ebenfalls von Hörfilm e.V. entwickelt wird. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es für alle Gäste die Gelegenheit zum Austausch mit den Projektpartnern im Opernfoyer. Die Termine zum Rahmenprogramm stehen ab Januar 2011 fest.

Die barrierefreie Opernaufführung von "Die Entführung aus dem Serail" ermöglicht ein gemeinsames Opernerlebnis für sehgeschädigte und sehende Zuschauerinnen und Zuschauer. In Deutschland zählt die Oper Frankfurt damit zu einem der ersten Opernhäuser, das integrative Aufführungen realisiert.

Eintrittspreise
Für Besucher mit Handicap sind die Preise um 50 % ermäßigt, zusätzlich gibt es 10 % Frühbucherrabatt, (die Karten müssen bis 4 Wochen vor dem 16.4. bezahlt sein). Bei einer Behinderung ab 50% (MdE) erhält auch die Begleitperson Karten zum halben Preis.

Preise 50 % ermäßigt mit Frühbucherrabatt:
Preisgruppe I = 34,70 €
Preisgruppe II = 29,70 €
Preisgruppe III = 24,80 €
Preisgruppe IV = 20,70 €

Preise 50 % ermäßigt ohne Frühbucherrabatt:
Preisgruppe I = 38,50 €
Preisgruppe II = 33,00 €
Preisgruppe III = 27,50 €
Preisgruppe IV = 23,00 €

Kartenvorverkauf
Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Januar 2011.
Bitte reservieren Sie Ihre Karten über den telefonischen Verkauf
oder per Fax unter dem Stichwort "Amadeus":
Oper Frankfurt, Ruf-Nr. (069) 212 49494, Fax-Nr. (069) 212 37499.
Die Servicezeiten: Montag bis Samstag von 8:00 bis 20:00 Uhr,
Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr.
Alternativ steht die Vorverkaufskasse der Oper Frankfurt im Theatergebäude am Willy-Brandt-Platz zur Verfügung.
Die Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10:00 bis 18:00 Uhr,
Samstag von 10:00 bis 14:00 Uhr.

Beim Kauf der Karte bitte auch mitteilen:

1. ob man am Rahmenprogramm teilnehmen möchte

2. ob man Rollstuhlfahrer ist

3. ob man einen Blindenhund mitbringt.

Da beim telefonischen Kauf auch die Zahlung fällig wird, muss die Kreditkartennummer/ Gültigkeitsdauer/ dreistellige Kennziffer (auf der Rückseite der Karte) angegeben werden, oder, bei Nichtbenutzung der Kreditkarte, der Hinweis, dass per Rechnung bezahlt wird. Alle gekauften Karten werden dem Käufer per Post zugeschickt.


DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
Von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -- 1791)
Singspiel in drei Aufzügen, Text von Johann Gottlieb Stephanie d. J.
Uraufführung am 16. Juli 1782, Burgtheater, Wien
In deutscher Sprache
Dauer: ca. 3 1/2 Stunden mit zwei Pausen

Musikalische Leitung: Michael Güttler, Regie: Christof Loy, Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Ute M. Engelhardt, Bühnenbild und Kostüme: Herbert Murauer, Licht: Olaf Winter, Chor: Matthias Köhler, Bassa Selim: Christoph Quest, Konstanze: Brenda Rae, Blonde: Claire Ormshaw, Belmonte: Tiberius Simu, Pedrillo: Julian Prégardien/ Peter Marsh, Osmin: Thorsten Grümbel; Chor der Oper Frankfurt, Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Audiodeskription: Anke Nicolai, Alexander Fichert, Roswitha Röding
Technische Realisierung: Mario Lösel, GPT Audio GmbH.


Zum Werk:

In der entscheidenden Lebensphase des Erwachsenwerdens entstand /Die Entführung/, wie Mozart das Werk nannte, »eine deutsche Operette«. Neben der Geschichte von Konstanze und Belmonte, der Geschichte der treuen Liebe, stand der Zusammenprall zweier verschiedener Kulturen im Mittelpunkt: Die »zivilisierten« Europäer (Konstanze, Blonde und Pedrillo), festgehalten am Hof eines türkischen Herrschers (Bassa Selim), erleben nach einem gescheiterten Befreiungsversuch einen Großmut von Selim, den sie aus ihren eigenen europäischen Ländern kaum kennen.

Mit dem Titel konnten der Komponist und sein Librettist, der Wiener Theaterdichter Gottlieb Stephanie (der Jüngere) auf »Nummer sicher« gehen, wobei sie die Begriffe des Exotischen und des Fremdländischen neu definiert haben: Selbst das Landhaus des Bassa Selim sieht wie ein stilvoller Herrensitz aus, und von dem strengst bewachten Serail, wie man ihn sich vorstellt, ist nur die Rede. Der Komponist und der Librettist haben die traditionelle Bearbeitungsform des Türkenstoffes bewusst aufgegeben: Sie suchten nicht in erster Linie den exotischen Kontrast, sondern fragten nach den Beziehungen zwischen den Personen der Handlung, nach ihren Ängsten, nach ihrer Liebe.

Handlung:
Belmonte, ein junger spanischer Edelmann, möchte seine Braut Konstanze, deren Zofe Blonde und seinen Diener Pedrillo befreien, die auf einer Seereise in die Hände von Piraten gefallen waren und dann von dem hohen türkischen Würdenträger Bassa Selim als Sklaven für dessen Serail erworben wurden. Es gelingt Belmonte jedoch nicht, am Aufseher Osmin vorbeizukommen, bis er Pedrillo trifft, der ihn als Baumeister in den Palast einführt. Währenddessen hat weder Konstanze dem Drohen und Bitten des Bassas noch Blonde den Zudringlichkeiten Osmins nachgegeben. Damit die Flucht gelingt, hat Pedrillo Osmin betrunken gemacht, doch als die Liebespaare sich wieder finden, wird ein schnelles Fortkommen durch aufkommende Zweifel an der gegenseitigen Treue verhindert. Die Flucht scheitert im letzten Augenblick, und die Gefangenen werden vor den Bassa geführt, wo Belmonte als Sohn von dessen Todfeind entlarvt wird. In dieser ausweglosen Situation beschließt Konstanze, gemeinsam mit dem Geliebten sterben zu wollen. Doch anstatt Rache zu nehmen, schenkt der Bassa den Gefangenen die Freiheit, da es, wie er dem widerstrebenden Osmin erklärt, keinen Sinn hat, Andersdenkende gegen ihren Willen überzeugen zu wollen.


Anke Nicolai
Vorsitzende Hörfilm e.V.

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