Start   Kontakt   Links   Gesamtübersicht   Presse   Impressum   Suche   Login




Zwei Finger fahren über Brailleschrift auf einem Papierbogen.
» Aktuelles » Eine Ausstellung zum Sprechen bringen - Auftakt zum Projekt im Nordseemuseum Husum

Eine Ausstellung zum Sprechen bringen - Auftakt zum Projekt im Nordseemuseum Husum

Am 20.07.2009 fand in Husum das Auftakttreffen für die Projektarbeit zum Audioguide für das Nordseemuseum statt.

Der vorgesehene Schritt von den berührungsfrei arbeitenden Audioguides zum Tag-It-Guide ist eine Herausforderung, der sich das Nordseemuseum, das Nordteam im Hörfilm e.V. und der Systemlieferant im Wissen um die Schwierigkeiten gestellt haben.

Die Zeit ist knapp geworden, denn das Vorhaben muss bis zum Jahresende abgeschlossen sein. So sehen es die Richtlinien des Fonds vor, aus dem die Entwicklung des interaktiven Audioguides finanziert wird.
Es handelt sich dabei um den Fonds zur Herstellung der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum für blinde und sehbehinderte Menschen. Dieser wird bereit gestellt durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein. Der Bewilligungsbescheid vom 6. Juni traf am 19.06.2009 beim Antragsteller in Husum ein.

Zum Termin im Nordseemuseum Husum hatte Dr. Sven-Hinrich Siemers als Geschäftsführer des Museumsverbunds Nordfriesland seine Auftragnehmer eingeladen: das Nordteam im Hörfilm e. V. (Olaf Koop, Hela Michalski und Rudolf Beckmann), die Firma Dräger & Lienert (Marburg) mit Hansjörg Lienert und als konsultativen Projektkoordinator Dr. Jürgen Trinkus.

Die meiste Zeit des Treffens nahm eine Begehung der Dauerausstellung ein. Fragen die dabei zur Debatte standen, waren unter anderem:
Welche Typen von Objekten gibt es?
Welche Elemente gehören zu den Texten, die zu liefern sind?
Wie sind sprachliche Orientierungshinweise für blinde Museumsbesucher ein- und aufzubauen?
Wo sollen sich die Punkte befinden, an denen die Besucher die Informationen abrufen können?

Der Plan sieht vor, das Tag-It-Guide der Firma Dräger & Lienert erstmals im Museumsbereich einzusetzen. Hierbei handelt es sich um ein Objekt-Management, bei dem RFID-Chips zur Lokalisierung von Informationen eingesetzt werden. Jeder dieser Identifier kann mit Informationen verknüpft werden, die intelligent strukturiert und angeboten werden können.

Für die "Blindenführung" sollen drei Ebenen an Informationen abrufbar gemacht werden: inhaltliche Erläuterungen, Objektbeschreibung und Orientierungshinweise. Das Gesamtbild, das sich die Besucher erarbeiten können, setzt sich zusammen aus Raumerschließung, Bereichsüberblicken und Detailerläuterungen.

Die Besucher rufen die Informationen von Punkten ab, die nach einem festen Schema an den Objekten angebracht sind. Zur Vorbereitung auf den Museumsbesuch steht ein virtueller Rundgang als DAISY-Text zur Verfügung. Dieser kann aus dem Internet heruntergeladen werden.

Ein Planungsgespräch rundete die Museumsbegehung ab. Das Nordteam im Hörfilm e.V. hat sofort mit der Arbeit an den Inhalten begonnen.

 :.. Zurück     :.. Zum Seitenanfang     Als PDF ..:  
1 2 3
4 5 6
7 8 9
  0 Hilfe zur Tastatursteuerung(?)
 
A 
A