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Zwei Finger fahren über Brailleschrift auf einem Papierbogen.
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Theater mit Audiodeskription für Blinde in Rendsburg

"Der Volksfeind" mit Audiodeskription in Rendsburg

Schleswig-Holstein lädt in der Woche des Sehens wieder ein zu Theater mit Audiodeskription. Nach Kiel, München, Osnabrück und Konstanz wartet nun Rendsburg auf reisefreudige Freunde des Theaters mit Audiodeskription.
Das Schleswig-Holsteinische Landestheater führt das zeitlos aktuelle Stück »Der Volksfeind« von Henrik Ibsen auf, und für blinde Besucher wird in der Vorstellung am 14. Oktober 2007 wieder bestens gesorgt sein dank der bewährten Vorarbeit durch das Beschreiberteam Nord des Hörfilm e.V. Die Veranstaltung wird mit finanzieller Unterstützung des Blindenfonds des Landes Schleswig-Holstein realisiert.
Mit Hilfe des guidePORT-Systems, das sich seit der Kieler Aufführung von Shakespeares »Hamlet« im Besitz des BSVSH befindet, wird die Orientierung im Gebäude bedarfsgerecht und informativ gestaltet. Während der Aufführung hilft die Stimme aus dem Ohrclip, auch den rein visuellen Momenten der Inszenierung zu folgen. Eine Bühnenführung vorab verschafft den nichtsehenden Besuchern eine Vorstellung von Bühnenraum, Ausstattung und Kostümierung. Nach der Vorstellung wird es noch die Möglichkeit des Beisammenseins mit den Ensemble-
mitgliedern und dem Beschreiberteam geben.
»Der Volksfeind« ist heute nicht weniger aktuell als vor 100 Jahren. Das Schauspiel spielt in einer kleinen Stadt, die sich von ihrem neuen Kurbad endlich den lang ersehnten Aufschwung verspricht. Aber der Bruder des Bürgermeisters kennt als Kurarzt eine schlimme Wahrheit, die das Geschäft und die Hoffnungen auf Wohlstand in Frage stellt. Es war in der letzten Zeit zu Krankheitsfällen gekommen und der Badearzt weiß, dass sie von giftigen Abwässern verursacht werden, die ins Heilwasser gelangen. Die Zeitungen rufen den Mann der Wahrheit zum Volksfreund aus, doch die Aktionäre des Kurbades wollen sich das Geschäft nicht verderben lassen.

Rendsburg ist eine der Stammspielstätten des Landestheaters und es ist eine Reise wert, zumal ein spezielles Rahmenprogramm auch Blinden und Sehbehinderten das Kennen lernen erleichtert. Rendsburg liegt verkehrsgünstig auf halbem Wege zwischen Hamburg und dänischer Grenze. Hier ist die Mitte des Landes zwischen den Meeren. Die Stadt wird ebenso von ihren Bürgerhäusern in gemütlich engen Gassen geprägt wie von der Weite des Paradeplatzes mit den repräsentativen Bauten des barocken Neuwerks aus der Blüte der Stadt als Festung im 17. Jahrhundert. Rendsburg liegt an Eider und Nord-Ostsee-Kanal, der meist befahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. Darüber spannt sich die 42 m hohe Eisenbahnbrücke mit der Schwebefähre, die technisches Denkmal und alltägliches Verkehrsmittel zugleich ist. Fünf Museen hat die Stadt, darunter die Whiskygalerie. Ein aufgeschlossenes Theater und ein gastfreundliches Städtchen warten auf
zahlreiche Besucher.

Rahmenprogramm
Eine Frühstücksfahrt auf dem Kanal um 10.30 bis 12.30 Uhr. Unter der Tel.Nr.: 04331 24035 können bei der Personenschifffahrt Rendsburg Auskünfte über den Abfahrtspunkt eingeholt werden. Mit Frühstück kostet die Schiffstour 19,50 €.
Um 13.00 Uhr, problemlos nach dem Anlegen des Ausflugsdampfers zu erreichen, bietet Herr Dieter Kallweit an, mit den blinden und sehbehinderten Theatergästen einen Rundgang durch Rendsburg zu machen. Da die Teilnehmerzahl auf maximal 20 Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung bei Hela Michalski erforderlich. Start und Ziel sind vor dem Stadttheater, Jungfernstieg 7. Geplant ist eine Dauer von ca. 90 Minuten.
Danach bliebe noch genügend Zeit sich beim Kaffeetrinken im Café Restaurant "Brückenterassen" bei der Schiffsbegrüßungsanlage auszuruhen. Zu Fuß benötigt man allerdings 30 Minuten zur Schwebefähre unter der Eisenbahnhochbrücke, dem Standort des Lokals.

Die Fakten:
»Ein Volksfeind«, Schauspiel von Henrik Ibsen am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Rendsburg in der Inszenierung von Susanne Bert am 14. Oktober 19:00 Uhr mit Audio- deskription. Tickets kosten für Inhaber des
Schwerstbehindertenausweises zwischen 10,50 und 14,50 €. Bei entsprechendem Vermerk im Ausweis gilt dieser Preis auch für die Begleitperson. Reservierungen werden bis zum 1.10. entgegen genommen. Dabei sollte auch angegeben werden, wie viel Ohrclips benötigt werden, ob ein Führhund mitgebracht oder ein rollstuhlgerechter Platz benötigt wird.

Ablauf am 14.10.
16:30 bis 18.50 Uhr Ausgabe der guidePORT Empfänger/Kopfhörer und Ticket-Ausgabe
An einer gesonderten Theaterkasse liegen die
reservierten Tickets bereit

17:00 Uhr Spezielle Einführung für blinde und sehbehinderte Besucher

19:00 Uhr Beginn der Vorstellung

21:00 Uhr Die Ensemblemitglieder und das Beschreiberteam laden im Theatercafé die Gäste zum Meinungsaustausch ein.

Weitere Auskünfte und bis zum 1.10. Kartenreservierungen bei: Hela Michalski 04881 7172, E-Mail: hw.michalski@t-online.de.
Danach sind Kartenbestellungen noch direkt im Stadttheater möglich, unter der Tel.Nr.: 04331 23447

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