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04. November 2005

Hörfilme ermöglichen blinden und sehbehinderten Menschen den Zugang zum Fernsehen. Die Berufsvereinigung deutscher Filmbeschreiber - Hörfilm e. V. - zieht erfolgreiche Bilanz nach fünf Jahren engagierter Arbeit

München. Mit einer festlichen Veranstaltung begeht Hörfilm e. V. - ein Verein mit ungewöhnlicher Zielstellung - am 05. November in der Seidl-Villa in München sein fünfjähriges Bestehen. Filme erlebbar machen für blinde und sehbehinderte Menschen, das haben sich die im Verein zusammengeschlossenen Filmbeschreiber gemeinsam mit Freunden und Förderern vorgenommen. Und was bisher erreicht wurde, kann sich durchaus sehen (und hören) lassen. Fast 400 Hörfilme, vor allem für den Bayerischen Rundfunk, für arte, den MDR und den NDR, entstanden durch die qualifizierten Beschreiberteams des Vereins, zu denen jeweils zwei sehende und ein blinder Autor gehören.
Mit Theaterprojekten und der Beteiligung an DVD-Produktionen beschritten Vereinsmitglieder Neuland und verhalfen der Audiodeskription - wie die zusätzliche Hörbeschreibung in Fachkreisen genannt wird - auch in diesen Bereichen zum Durchbruch.
»Wir setzen dabei auf Qualität, weil durch die Filmbeschreibung gewissermaßen ein neues Kunstwerk entsteht, das viel Sorgfalt verlangt«, sagt Vereinsvorsitzende Anke Nicolai (29). »Unser Verein will sich dafür einsetzen, dass Hörfilme zum Standardangebot im Fernsehen und im Kino werden, dass sich Zusatzbeschreibungen in Theatern etablieren und dass blinde und sehbehinderte Menschen durch zusätzliche Beschreibungen auch die Chance erhalten, Ausstellungen und Museen umfassend zu erfahren.«

Durchschnittlich fünf Arbeitstage sind nötig, um einen Spielfilm von 90 Minuten Dauer in einen Hörfilm zu verwandeln. Die Beschreiberteams erarbeiten zusätzliche Texte, die Filmszenen, handelnde Personen, Landschaften usw. sachlich beschreiben. Diese Texte werden dann im Tonstudio von Profisprechern in die Lücken eines Films gelesen. Im Anschluss erfolgt die Tonmischung von Originalfilmton und der Hörfilmfassung. Der Zuschauer kann diese zusätzliche Tonspur auf dem zweiten Tonkanal hören. Filme bleiben dadurch für Menschen mit Sehproblemen keine unzugänglichen Bildfolgen. Kulturelle Teilhabe und soziale Integration wird möglich.

Wer sich für die Verbreitung des Hörfilms sowie der Audiodeskription in weiteren Kunstbereichen engagieren möchte, erhält dazu ausführliche Informationen bei Hörfilm e.V.
Mehr Informationen über den Verein und seine aktuellen Projekte, gibt es auf der barrierefreien Web-Site www.hoerfilmev.de.

Bei Rückfragen steht Vereinsvorsitzende Anke Nicolai gern zur Verfügung; mobil: 0173-6 13 66 96.

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