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Sex Shop DDR (2/2): Wildwest nach der Wende

Filmtyp: Dokumentation
Genre: Magazin
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2018
Dauer: 45min
Regie: Lutz Rentner
Schauspieler:
Jahr der Beschreibung: 2018
Produktion: MDR
Beschreiberteam: Nicht bekannt
Sprecher : Nicht bekannt
Medien : Fernsehen
Bezugsquelle:
Inhaltsangabe: "Sex Shop DDR", ist ein neuer Zweiteiler des MDR-Fernsehens, der dem Thema Sex und Sex-Geschäfte nach dem Mauerfall nachspüren will. Die Zeit der Anarchie vom November 1989 bis zum März 1990 wirkte auf die Sex-Kultur und -business wie ein Katalysator. Alles war auf einmal möglich, die staatlichen Autoritäten verschwanden von der Bildfläche, der Staat als solcher konnte keine Grenzen mehr setzen.
Umtriebige Geschäftsleute aus West und Ost erkennen schnell die neuen Spielräume, die neuen lukrativen Geschäftsfelder mit dem Sex. Beate Uhse überschwemmt die Noch-DDR mit prallen bunten Katalogen, der Playboy präsentiert eine nackte Magdeburger Zahnarzthelferin als erstes DDR Playmate. Agenturen wie die der Leipzigerin Heidi Wittwer vermitteln Stripperinnen zu allen möglichen Anlässen und Konditionen, außer Sex.
Pornoproduzent Harry S. Morgan aus dem Westen filmt DDR-Paare beim Sex und ist erstaunt über das selbstbewusste Auftreten der Frauen. Die Besucher der Sex-Messen staunen nicht weniger über das wilde Treiben von Porno-Stars wie Dolly Buster.
Videotheken, die die heiße Ware an den Mann bringen sollen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Die Erotikgroßhändler drängen auf den Ost-Markt und fallen in das kleine "unverdorbene" Land ein und verkaufen, was sich verkaufen lässt. Sexshops gibt es bald in jedem Ort. Das Geschäft mit den neuen Sex-Utensilien, die vielen zunächst so neu sind wie manche exotische Südfrucht, erweist sich schnell als lukratives Modell.
Manchmal sind es komplette Familien - vom Enkel bis zur Großmutter, die in den Stoßzeiten mithelfen, die Dildos und Mösen-Atlanten zu verpacken und zu versenden. In den Großstädten tummeln sich Freier und Prostituierte auf offener Straße. Um die entstehenden Rotlichtviertel entbrennt allerdings schnell ein heftiger Krieg zwischen den verschiedenen Zuhälter-Szenen. In Leipzig wird der offene Straßenstrich bald entschärft, die Prostitution in andere Zonen verlagert.