Berlinale ernennt Hörfilm-Koordinatorin und zeigt 8 Vorstellungen mit Audiodeskription

Neben einem roten Teppich verläufteine rote Bande mit dem golden Berlinale-Bären-Logo
Ein weiterer Meilenstein in der Gesichte des Hörfilm. Zum ersten Mal gibt es bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin eine Stelle für die Koordination der Hörfilme auf der Berlinale. Außerdem präsentieren sich die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin (15.2.-25.2.2018) in diesem Jahr acht Vorführungen mit Audiodeskription!

Darunter sind vier Weltpremieren aus dem internationalen Wettbewerb und der Sektion Berlinale Special: 3 Tage in Quiberon (Regie: Emily Atef), In den Gängen (Regie: Thomas Stuber), Transit (Regie: Christian Petzold), Das schweigende Klassenzimmer (Regie: Lars Kraume) sowie ein historischer Kinderfilm aus der DDR „Die Reise nach Sundevit (Regie: Heiner Carow), der im Rahmen der Heiner Carow Preisverleihung gezeigt wird.

Tickets können unter Angabe des Filmtitels ab dem 12. Februar unter der Telefonnummer +49 30 25920-259 (täglich 9:00–19:00 Uhr), per Fax unter +49 30 25920-230 oder per Mail an inklusion@berlinale.de vorbestellt werden. Die Eintrittspreise richten sich nach der jeweiligen Vorstellung. Im Rahmen der Verfügbarkeit ist das Ticket für die Begleitperson kostenfrei. Die Tickets sind ab zwei Tage nach Bestellung am Ticketcounter für barrierefreien Zugang zur Berlinale in den Potsdamer Platz Arkaden bezahl- und abholbar (täglich 10:00–20:00 Uhr). Hinweis: Für die Premierenvorstellungen steht nur ein sehr begrenztes Kartenkontingent zur Verfügung!

Die Übertragung der Audiodeskription erfolgt über die App GRETA. Dafür sind ein eigenes Smartphone und eigene Kopfhörer notwendig. Es stehen bei allen Vorführungen einige Leihgeräte kostenlos zur Verfügung. Dafür sind eigene Kopfhörer mitzubringen! Die Leihgerätebestellung erfolgt über die Ticketbestellung. Die Geräte werden in den Kinofoyers ausgegeben.

So funktioniert die Benutzung der App: vor dem Kinobesuch die App GRETA kostenlos aus dem itunes Store oder bei Google Play herunterladen oder das neuste Update durchführen, eine einmalige Registrierung ist notwendig.​ Die App starten, den gewünschten Film aussuchen und die Audiodeskription herunterladen. Im Kino die eigenen Kopfhörer einstecken, GRETA starten und auf Abspielen klicken. Die App erkennt den Filmstart automatisch und spielt die Audiodeskription synchron zum Film ab.

Alle Informationen gibt es auch barrierefrei zugänglich unter: www.berlinale.de/de/programm/inklusion/index.html 
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Berlinale-Koordinatorin der Hörfilmangebote Anke Nicolai: hoerfilme@berlinale.de, 0151 27 16 79 54.

Und hier die Übersicht:

Transit (Wettbewerb)
Samstag, 17.02., 18:30 Uhr, im Berlinale Palast (Premiere)
Sonntag, 18.02., 15:00 Uhr, im Friedrichstadt-Palast

D 2018, Drama, 101 Min., Regie: Christian Petzold mit Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese, Lilien Batman
Neuverfilmung des 1944 erschienenen Romans „Transit“ von Anna Seghers. Christian Petzold verlegt die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges spielende Geschichte um einen Deutschen, der vor den Nazis in seinem Land nach Frankreich fliegt, in die Gegenwart und vergleich so die Situation damals mit der aktuellen Flüchtingslage.

3 Tage in Quiberon (Wettbewerb)
Dienstag, 20.02., 21:00 Uhr, im Haus der Berliner Festspiele

D 2018, Drama, 115 Min., Regie: Emily Atef, mit Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Robert Gwisdek, Charly Hübner
Im Jahr 1981 ist Romy Schneider eine der berühmtesten Schauspielerinnen der Welt. Um vor ihrem nächsten Filmprojekt ein wenig zur Ruhe zu kommen, gönnt sie sich mit ihrer besten Freundin Hilde drei Tage Auszeit in dem bretonischen Kurort Quiberon – das ist zumindest der Plan. Denn mit der Ruhe ist es schnell vorbei, als sie trotz ihrer schlechten Erfahrungen mit der deutschen Presse einem Interview mit dem Stern zustimmt. Schon bald treffen der Reporter Michael Jürgs und der Fotograf Robert Lebeck in Quiberon ein und zwischen den vier Menschen entspinnt sich ein nervenaufreibendes Psychoduell, das sich über die kompletten drei Tage hinzieht und für alle Beteiligten zu einer echten Belastungsprobe wird.

In den Gängen (Wettbewerb)
Freitag, 23.02., 18:30 Uhr, im Berlinale Palast (Premiere)
Samstag, 24.02., 12:00 Uhr, im Friedrichstadt-Palast

D 2018, Drama, 125 Min., Regie: Thomas Stuber mit Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth, Andreas Leupold
Christian verliert seinen Job auf dem Bau und findet kurze Zeit später eine neue Arbeitsstelle als Lagerarbeiter in einem Großmarkt. Dort geht es ebenso schräg wie herzlich wie melancholisch zu und als er die mysteriöse Marion kennenlernt, will er herausfinden, was ihr Geheimnis ist…

Das schweigende Klassenzimmer (Berlinale Special)
Dienstag, 20.02., 21:00 Uhr, im Friedrichstadt-Palast (Premiere)
Sonntag, 25.02., 09:30 Uhr, im Haus der Berliner Festspiele
Mit freundlicher Unterstützung des ZDF

D 2018, 111 Min., Regie: Lars Kraume mit Leonhard Scheicher, Tom Gramenz, Jonas Dassler, Ronald Zehrfeld, Florian Lukas
Im Jahr 1956: Die Abiturienten Theo und Kurt sind unterwegs in Westberlin und sehen bei einem Kinobesuch in der dort gezeigten Wochenschau erschütternde Bilder vom niedergeschlagenen Volksaufstand in Budapest. Wieder zurück in der DDR wächst gemeinsam mit ihren Mitschülern Lena, Paul und Erik die Idee, während des Unterrichts eine Schweigeminute für die Opfer einzulegen. Doch sie haben unterschätzt, was sie mit ihrer kleinen, menschlichen Geste auslösen.

Verleihung des Heiner-Carow-Preises im Anschluss
Die Reise nach Sundevit (Panorama)

Donnerstag, 22.02., 17:00 Uhr, im Kino International
Die Veranstaltung findet barrierefrei statt.
In Kooperation mit der DEFA-Stiftung und mit freundlicher Unterstützung durch die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

DDR 1966, Kinderfilm, 75 Min., Regie: Heiner Carow mit Ralf Strohbach, Fritz Bartholdt, Günter Drescher
Tim, der Sohn eines Leuchtturmwärters, lernt in den Ostseedünen eine Gruppe Jugendlicher kennen. Sie laden ihn ein, den Rest der Sommerferien gemeinsam am Kap Sundevit zu verbringen. Doch weil Tim zuvor noch einen Auftrag übernimmt, der zu immer weiteren Gefälligkeiten führt, verpasst er den Aufbruch der Jugendgruppe. So macht sich der Zehnjährige allein auf den Weg.
Die Reise nach Sundevit wird im Rahmen der Verleihung des Heiner-Carow-Preises 2018 gezeigt. Der Preis wird seit 2013 von der DEFA-Stiftung an einen deutschen Dokumentar-, Spiel- oder Essayfilm der Sektion Panorama vergeben.
Beste Grüße
Anke
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