Hörfilme auf den 67. Internationale Filmfestspiele 2017

Neben einem roten Teppich verläufteine rote Bande mit dem golden Berlinale-Bären-Logo

Wir freuen uns sehr in Zusammenarbeit mit audioskript auf den 67. Internationalen Filmfestspielen Berlin (9.-19.2.2017) 5 Hörfilmangebote zu präsentieren!


*Tiger Girl (Panorama)*
Samstag, 11.2.2017, 09:30 Uhr, CinemaxX 7, Potsdamer Platz
Spielfilm, Deutschland 2017, 90 Min.

*Wilde Maus (Wettbewerb)*
Samstag, 11.2.2017, 22:00 Uhr, Berlinale Palast (Premiere)
Sonntag, 12.2.2017, 15:00 Uhr, Friedrichstadtplast
Spielfilm, Österreich 2017, 103 Min.

*Helle Nächte (Wettbewerb)*
Montag, 13.2.2017, 16:00 Uhr, Berlinale Palast (Premiere)
Dienstag, 14.2.2017, 18:00 Uhr, Friedrichstadtpalast
Spielfilm, Deutschland 2017, 86 Min.

*Beuys (Wettbewerb)*
Dienstag, 14.2.2017, 19:00 Uhr, Berlinale Palast (Premiere)
Mittwoch, 15.2.2017, 18:00 Uhr, Friedrichstadtpalast
Dokumentarfilm, Deutschland, 107 Min.

Im Rahmen der Heiner-Carow Preisverleihung, veranstaltet von der DEFA-Stiftung und in Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, wird die digital restaurierte Fassung von Heiner Carows Film „Bis dass der Tod Euch scheidet“ mit Audiodeskription und Untertiteln für Gehörlose präsentiert. Mit dem Heiner-Carow Preis wird ein deutscher Spiel-, Dokumentar- oder Essayfilm aus der Sektion Panorama ausgezeichnet.

*Bis dass der Tod Euch scheidet (Panorama)*
Donnerstag, 16.2.2017, 17:00 Uhr, Kino International
(Panorama/Heiner-Carow Preisverleihung)
Spielfilm, DDR 1978, 96 Min.

Tickets sind ab dem 6. Februar 2017 unter der Telefonnummer 030 – 259 20 259 (täglich 9:00 – 19:00 Uhr), per Fax unter 030 259 20 230 oder unter inklusion@berlinale.de buchbar. Im Rahmen der Verfügbarkeit ist das Ticket für die Begleitperson kostenfrei. Die Mitnahme von Blindenführhunden bitte anmelden! Die Tickets sind ab zwei Tage nach Bestellung am Ticketcounter für barrierefreien Zugang zur Berlinale in den Potsdamer Platz Arkaden, Alte Potsdamer Straße 7, 10785 Berlin abholbar (täglich 10:00 – 20:00 Uhr). Hinweis: Für die Premierenvorstellungen steht nur ein sehr begrenztes Kartenkontingent zur Verfügung!

Die Übertragung der Audiodeskription erfolgt über die App GRETA. Dafür sind ein eigenes Smartphone und eigene Kopfhörer notwendig. Außer bei den Premierenterminen stehen bei allen anderen angekündigten Vorführungen vor Ort einige Leihgeräte kostenlos zur Verfügung. Dafür sind eigene Kopfhörer mitzubringen!

So funktioniert die Benutzung der App: vor dem Kinobesuch die App GRETA kostenlos aus dem itunes Store oder bei Google Play herunterladen oder das neuste Update durchführen, eine einmalige Registrierung ist notwendig.​ Die App starten, den gewünschten Film aussuchen und die Audiodeskription herunterladen. Im Kino die eigenen Kopfhörer einstecken, GRETA starten und auf Abspielen klicken. Die App erkennt den Filmstart automatisch und spielt die Audiodeskription synchron zum Film ab.

Weitere Informationen erhalten Sie ab dem 1.2.2017 unter: 030 – 27 57 17
92, www.audioskript.de, www.hoerfilmev.de

Infos zu den Filmen:

*Tiger Girl*
Bei der Polizei ist sie durchgefallen, daher macht Margarete eine
Ausbildung beim Sicherheitsdienst. Abends trifft sie zufällig einen
aufdringlichen ehemaligen Kollegen, der ein Taxi ruft, um sie mit nach
Hause zu nehmen. Auftritt Tiger: kurze braune Haare, tough, Kämpferin,
Fahrerin des Taxis. Als ihr klar wird, dass die Situation nicht
einvernehmlich ist, lässt sie Margaretes Begleiter auf der Straße
stehen. Es ist nicht das letzte Mal, dass sie als ihre Retterin
einspringt. Tiger wohnt auf einem Dachboden mit zwei Männern, sie weiß,
wie man mit einem Baseballschläger umgeht. Sie klaut sich beim
Sicherheitsdienst eine Uniform und lenkt das Leben von Margarete, die
sie Vanilla tauft, radikal in andere Bahnen.
Regie: Jakob Laas, mit Ella Rumpf, Maria Dragus, Enno Trebs

*Wilde Maus*
Georg fühlt sich wohl und sicher auf seinem Platz in einer Wiener
Zeitungsredaktion: geliebt und gefürchtet, so wie es einem etablierten
Musikkritiker mit spitzer Feder zukommt. Doch dann wird ihm völlig
überraschend gekündigt. Eine Sparmaßnahme, erfährt er noch und steht
schon draußen vor der Tür. Seiner jüngeren Frau Johanna, deren Gedanken
momentan hauptsächlich um den nächsten Eisprung und das Kinderkriegen
kreisen, erzählt Georg nichts. Stattdessen sinnt er auf Rache. In Erich,
einem ehemaligen Mitschüler, findet er einen Verbündeten, um seiner Wut
auf den Ex-Chef Luft zu machen. Aus kleinen Sachbeschädigungen wird bald
größerer Terror. Zugleich versuchen sich Georg und Erich am Wiederaufbau
einer maroden Achterbahn im Wiener Prater, der legendären „Wilden Maus“.
Regie: Josef Harder, mit Josef Hader, Pia Hierzegger, Georg Friedrich,
Jörg Hartmann

*Helle Nächte*
Mit seiner Freundin lebt der aus Österreich stammende Bauingenieur
Michael in Berlin. Schon seit Jahren hat er kaum Kontakt zu seinem
14-jährigen Sohn Luis. Als Michaels Vater stirbt, reisen die beiden
dennoch gemeinsam zum Begräbnis in die Einsamkeit des nördlichen
Norwegens. Im abgelegenen Haus des Verstorbenen beginnt Michael, dessen
persönliche Gegenstände zu verpacken – wortlos beobachtet von seinem
Sohn. Zwei einander fremde Menschen, gefangen in einer intimen
Situation. Nach der Trauerfeier überrascht Michael Luis mit dem
Vorschlag, noch ein paar Tage in der Region zu verbringen. Es beginnt
ein Roadmovie und eine Reise in eine Vergangenheit, die es nicht gab.
Das Zusammensein gestaltet sich schwieriger als erwartet. Weil man nie
einen Alltag zusammen hatte, bleibt der tägliche Umgang ungewohnt:
Michael überspielt die Situation, bei Luis zeigt sich, wie verletzt er
ist. Die jahrelange Abwesenheit seines Vaters steht wie eine Wand
zwischen den beiden. Im Auto herrscht die Stille vor dem Sturm. Während
der langen Tage der Sommersonnenwende, in denen es niemals dunkel wird,
versucht Michael den Kreislauf der Wiederholungen zu durchbrechen, um
einen gemeinsamen Weg zu finden.
Regie: Thomas Arslan, mit Georg Friedrich, Tristan Göbel, Marie
Leuenberger, Hanna Karlberg

*Beuys*
Joseph Beuys, der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre
nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus
war und immer noch ist. Als erster deutscher Künstler erhält er eine
Einzelausstellung im Guggenheim Museum in New York, während zu Hause
sein Werk mehrheitlich noch als „teuerster Sperrmüll aller Zeiten“ gilt.
Gefragt, ob ihm solche Urteile gleichgültig seien, sagt er: „Ja. Ich
will das Bewusstsein der Menschen erweitern.“
Andres Veiel erteilt dem Künstler selbst das Wort. Aus zahlreichen
bisher unerschlossenen Bild- und Tondokumenten montiert er ein
assoziatives, durchlässiges Porträt, das, wie der Künstler selbst, eher
Ideenräume öffnet als Statements verkündet. Beuys boxt, parliert,
doziert, erklärt dem toten Hasen die Kunst und fragt: „Wollen Sie eine
Revolution ohne Lachen machen?“ Doch man erlebt auch den Menschen, den
Lehrer und Grünen-Kandidaten. Einmal, kurz vor seinem Tod, lässt er sich
auch ohne Hut fotografieren. Die Widersprüche und Spannungsfelder, in
denen Beuys’ Gesamtkunstwerk entstanden ist, werden sichtbar. Sein
erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in bis heute relevante
gesellschaftliche, politische und moralische Debatten.
Regie: Andres Veiel

*Bis dass der Tod Euch scheidet*
Jens, Bauarbeiter, Mitte 20, und Sonja, Verkäuferin, lieben sich. Sie
heiraten und ziehen in eine gemeinsame Wohnung. Als Sonja ein Kind
bekommt, gibt sie ihre Arbeit auf. Nach einiger Zeit fühlt sie sich zu
Hause unterfordert und isoliert. Sie möchte wieder arbeiten, aber Jens
ist strikt dagegen, denn das entspräche nicht seiner Vorstellung von
einem harmonischen Familienleben, auf das er selbst als Kind verzichten
musste. Sonja fühlt sich bevormundet, ihr Verhältnis ist angespannt.
Heimlich macht sie die Facharbeiterprüfung. Als Jens davon erfährt, ist
er außer sich und schlägt zu. Kollegen wollen helfen, haben aber keinen
Erfolg, die Situation eskaliert: Jens trinkt und verliert jegliche
Beherrschung, als er von einer Abtreibung Sonjas hört. Die einstige
Liebe hat sich in unbändigen Hass verwandelt. Als Jens versehentlich aus
einer Wasserflasche trinkt, in der sich ein Reinigungsmittel befindet,
hält Sonia ihn nicht zurück. Er schwebt in akuter Lebensgefahr – und
beide besinnen sich erneut auf ihre Liebe. Traditionelle Rollenbilder
und moderne Vorstellungen von Ehe im Sozialismus prallen aufeinander.
Die Situation eskaliert.
Regie: Heiner Carow, mit Katrin Sass, Martin Seifert, Angelica Domröse,
Irmgard Kuhlmey

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