Hörfilme auf den 65. Internationalen Filmfestspielen Berlin

Neben einem roten Teppich verläufteine rote Bande mit dem golden Berlinale-Bären-Logo

Wir freuen uns sehr, dass in Kooperation mit audioskript auch dieses Jahr wieder Live-Audiodeskriptionen zu zwei Weltpremieren auf der Berlinale präsentiert werden können:

Donnerstag, 12.02.2015, 21:30 Uhr
Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern (Panorama)
Schweiz, Deutschland 2015, 90 Min, Eintritt: 10 €
Ort: Zoo Palast 1, Hardenbergstraße 29a, 10623 Berlin, U-/S-Bahn Zoologischer Garten, U-Bahn Kurfürstendamm, Bus M19, 100, 200

Freitag, 13.02.2015, 15:00 Uhr
Die abhandene Welt (Berlinale Special)
Deutschland 2014, 101 Min, Eintritt: 13 €
Ort: Haus der Berliner Festspiele, Scharperstraße 24, 10719 Berlin, U-Bahn Spichernstraße, Bus 204, 249

Ticket- und Kopfhörerbestellungen können ab dem 2. Februar am Ticketcounter für barrierefreien Zugang zur Berlinale unter der Telefonnummer 030 – 259 20 259 (täglich 9:00 – 19:00 Uhr) oder per Fax unter 030 259 20 230 bestellt werden. Im Rahmen der Verfügbarkeit ist das Ticket für die Begleitperson kostenfrei. Die Mitnahme von Blindenführhunden bitte anmelden!

Die Tickets sind ab zwei Tage nach Bestellung am Ticketcounter in den Potsdamer Platz Arkaden abholbar (täglich 10:00 – 20:00 Uhr). Die Kopfhörer werden vor den Filmvorführungen in den Kinos ausgegeben.

Weitere Informationen bei audioskript: 030 – 27 57 17 93 oder berlinale@audioskript.de

Berlinale Filminfos:

Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern – von Stina Werenfels
mit Victoria Schulz, Jenny Schily, Lars Eidinger, Urs Jucker
Eine Dschoint Ventschr Filmproduktion in Koproduktion mit Niko Film, Hörfilmproduktion: audioskript
Live-Einsprache: Romanus Fuhrmann

Als Doras Mutter die sedierenden Psychopharmaka ihrer geistig behinderten Tochter absetzt, erwacht die 18-Jährige aus einem Dornröschenschlaf. Dora entdeckt ihren Körper, die Sinnlichkeit, schließlich auch den Sex. Doch Doras unbeherrschte Lust auf das Leben schockiert die Eltern. Als sie sich mit einem Mann einlässt, den sie bei ihrer Arbeit als Marktverkäuferin kennengelernt hat, bewerten die aufgebrachten Eltern den Vorgang als skrupellosen Missbrauch und wollen ihrer Tochter den Umgang verbieten. Als das nicht fruchtet und Doras Verhältnis eine folgenschwere Wendung nimmt, müssen die Beteiligten nicht nur Beziehungsgrenzen neu evaluieren, sondern auch Themen wie Selbstbestimmung, Vertrauen und Eifersucht überdenken.
Mutig, nötig, feinfühlig – Stina Werenfels’ Adaption eines Theaterstücks von Lukas Bärfuss ist ein furchtloses und anrührendes Drama über das Loslassen. Dazu gehören die zarten, subjektiven Kamerablicke, die Doras Sicht auf die Schönheit der Welt einfangen, genauso wie das Porträt einer verzweifelten Mutter, die ihrerseits mit den Fallstricken des Lebens zu kämpfen hat.

Die abhandene Welt – von Margarethe von Trotta
mit Katja Riemann, Barbara Sukowa, Matthias Habich, Gunnar Möller, Karin Dor, August Zirner
Eine Clasart Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft, Hörfilmproduktion: ARRI München, audioskript
Live-Einsprache: Andreas Sparberg

Durch Zufall entdeckt Paul Kromberger im Internet das Foto der US-amerikanischen Operndiva Caterina Fabiani, die seiner verstorbenen Frau Evelyn wie aus dem Gesicht geschnitten scheint. Seine Beunruhigung und zunehmende Verstörung übertragen sich auch auf seine Tochter Sophie. Neugierig geworden, bricht sie aus Deutschland zu einer Reise über den Atlantik auf, um Kontakt zu der Fremden aufzunehmen. Caterina begegnet ihr zunächst abweisend und ohne jede Bereitschaft, Auskunft über sich und ihre Familie zu geben. Erst nach und nach kommen Geheimnisse ans Tageslicht, die über Jahrzehnte tief in den Herzen der Elterngeneration verborgen waren. Mit Die abhandene Welt kehrt Margarethe von Trotta zu jenem Schwestern-Thema zurück, das sie bereits in ihren international viel beachteten Filmen Schwestern oder die Balance des Glücks und Die bleierne Zeit verhandelt hatte. Mit emotionaler Verve erzählt der Film vom plötzlichen und unvermuteten Einbrechen der Vergangenheit in die Gegenwart, von verdrängter Angst und Schuld, von neuem Selbstbewusstsein und der Befreiung von Körper und Seele durch das Bekenntnis zur Wahrheit. Ein Wechselspiel der Emotionen mit ungewissem Ausgang.

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